Sophie Thun: Zwischen Licht und Wand, Museum der Moderne – Rupertinum, Salzburg
In: EIKON – Internationale Zeitschrift für Photographie und Medienkunst, Nr. 128/2024, S. 84–85.
Am Beginn der großformatigen Farbfotografie der späten 1980er Jahre steht ein 1,80 Meter breites Kodakpapier: Ein Format, das ganze Künstler*innengenerationen geprägt hat, wird vom Hersteller so nicht mehr produziert und zieht in Folge auch das Verschwinden einer der letzten großen Farbdunkelkammern nach sich. Für Sophie Thun war dieser Ort in Berlin jener, in dem sie die vergangenen Jahre arbeitete, den sie als Atelier verstand, dessen riesige Dunkelkammerwand sie als Leinwand nutzte und in dem sie ihre großformatigen Papierbahnen zusammenbrachte. Die Personale Zwischen Licht und Wand, kuratiert von Marijana Schneider, im Salzburger Rupertinum beginnt mit der lebensgroß und auf drei überlangen Fotobahnen mehrfach analog in Schwarzweiß belichteten Berliner Farbdunkelkammerwand als freistehender fotografischer Skulptur. …